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Mehr als jede andere Region in Deutschland ist die saarländische Küche von lokalen Spezialitäten und Traditionen geprägt. Nicht nur ein oder zwei Produkte stehen für die kulinarische Identität der Menschen im Saarland, sondern eine ganze Palette regionaler Gerichte gehört seit Generationen zum saarländischen Selbstverständnis.

An erster Stelle steht unangefochten der Saarländische Lyoner, seit gut einem Jahrzehnt ist dieser Begriff als regionale Herkunftsbezeichnung EU-weit geschützt. Saarländischer Lyoner muss demnach im Saarland hergestellt sein und damit genießt unser Lyoner den gleiche Status wie "Parmaschinken" oder "Thüringer Rostbratwurst". Erst 2015 wurde der Markenschutz des "Saarländischen Lyoners" nach einer landesweiten Spendenaktion um weitere zehn Jahre verlängert. Was dem Hamburger sein Labskaus und dem Berliner die Boulette ist dem Saarländer ein Ring Lyoner, dabei hat die Wurst vermutlich ihren Ursprung in Südfrankreich. Erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt, gelangte die Rezeptur durch den deutsch-französischen Austausch an die Saar und wurde nach und nach zum heute bekannten Produkt weiterentwickelt. 

Saarländischer Lyoner ist eine Brühwurst aus Rind- und Schweinefleisch ohne Einlage und schmeckt kalt und warm. Keine Grillfeier im Saarland, bei der nicht auch Lyoner auf dem Schwenker (Grillrost) liegt. Eine lange Tradition in der saarländischen Küche haben Blut- und Leberwürste nach Hausmacher Art, die Schröder seit Jahrzehnten in einer typisch saarländischen Variante produziert. Viele andere Delikatessen stammten traditionell aus Frankreich doch der Austausch des guten Geschmacks zwischen beiden Ländern hat eine lange Tradition. So kamen Patés (Pasteten) und Merguez aus Frankreich an die Saar und Schröders Bockwurst eroberte Frankreich im Sturm. Seit vielen Jahren gewinnt Schröders Bockwurst die Auszeichnung "Saveur de l'Année", also den Preis der französischen Verbraucher für ein Produkt mit einem besonders herausragenden Geschmack.

Genauso berühmt und beliebt wie der Lyoner sind Schneebällchen, Gefüllte, Dibbelabbes und Hoorische. Schneebällchen sind Klöße aus gekochten Kartoffeln, die mit Mehl und Eiern vermengt zu kleinen Klößen geformt und im heißen Wasser erwärmt werden. Als Begleiter zu Braten aller Art sind Schneebällchen fester Bestandtei der saarländischen Küche.  Gefüllte (saarl. "Gefillde") sind Klöße aus rohen und gekochten Kartoffeln, die mit Hackfleisch, Leberwurst oder einer Mischung von beidem gefüllt werden. Für Hoorische wird die Masse aus rohen und gekochten Kartoffeln in runde, gut fingedicke und etwa 12 cm lange Stange geformt und gebrüht. Hoorische sind eine universelle Beilage für Fleischgerichte. Die vierte saarländische Spezialität, der Dibelabbes, ist ein Gericht aus Kartoffelstückchen, Zwiebeln, Lauch und Dürrfleisch. Last but not least: Geheiratete. Diese "Mehlknepp" kommen mit Kartoffelstücken und Rahmsauce auf den Tisch.

Alle saarländischen Spezialitäten werden bei Schröder Fleischwaren in Saarbrücken täglich frisch hergestellt. Dafür gibt es in der Produktion eine eigene Abteilung mit dem Namen "Regionale Küche". Fachkräfte vom Metzger bis zum Koch stellen Schröders saarländische Spezialitäten nach den traditionellen Rezepten her und gewährleisten durch handwerkliche Arbeit ein hervorragendes Endprodukt.